E-Zigarette Verdampfer

Neben dem Akku gehört der Verdampfer zum wichtigsten Bestandteil einer elektronischen Zigarette.

Der Verdampfer beinhaltet den Tank und den Verdampferkopf, samt Heizwendel und Trägermaterial.

In zwei anderen Artikeln haben wir bereits alles Wissenswerte zum e-Zigaretten Akku und dem Aufbau von e-Zigaretten erläutert.

Grundlagen: Verdampfer

Der Verdampfer ist, wie an den Namen bereits erahnt werden kann dafür zuständig, die in der e-Zigarette befindliche Flüssigkeit, die die Bezeichnung Liquid trägt zu verdampfen.

Hierzu verfügt jeder Verdampfer über eine Heizwendel, welche sich auf bis zu mehrere 100° C erhitzt und dadurch das in der Heizwendel umschlossene Liquid zum verdampfen bringt.

Ein Verdampfer (englisch: Atomizer) besteht grob gesagt aus einer äußeren Hülle, dem sogenannten Depottank und einem Verdampferkopf (englisch: Coil).

Der Verdampferkopf befindet sich im Inneren des Verdampfers und beherbergt die Heizwendel und das Trägermaterial. Das Trägermaterial transportiert das sich im Tank befindliche Liquid zum Verdampferkopf.

Sowohl die Heizwendel, wie auch das Trägermaterial können aus unterschiedlichen Materialien bestehen.

Die Heizwendel kann unter anderem aus den verschiedensten (Chrom-) Edelstahlsorten, aber auch aus Nickel, Titan oder Kanthal bestehen.

Bei dem Trägerstoff kann es sich unter anderem um Glasfaserdochte, Watte oder Wolle handeln.

Geschmacks- und Dampfentwicklung

Ein wichtiges Qualitäts-, wie auch Vergleichskriterium betrifft die Dampf- und Geschmacksentwicklung.

Die Höhe bzw. Intensität der Dampf- und Geschmacksentwicklung ergibt sich aufgrund der Leistung des Akkus, vom Widerstand des Verdampfers (Ohm) und den Materialien des Verdampferkopfs.

Ohne zu sehr ins Detail gehen zu wollen gilt bis zu einem bestimmten Punkt, je höher die auszugebende Leistung des Akkus und geringer der Wderstand des Verdampferkopfs ist, desto höher fällt die Dampf- und Geschmacksentwicklung aus. Jedoch ist mit einem erhöhten Liquidverbrauch zu rechnen.

Haltbarkeit: Wie lange hält ein Verdampfer?

Bei einem Verdampfer/  Verdampferkopf handelt es sich um ein Verschleißteil, welches nur über eine begrenzte Haltbarkeit verfügt und nach gewisser Zeit ausgewechselt werden muss.

Je nach Art, Qualität, Nutzungsintensität und dem verwendetem Liquid, hält ein Verdampfer/ Verdampferkopf bis zu sechs Wochen. Natürlich kann es immer mal wieder vorkommen, dass ein Verdampfer/ Verdampferkopf qualitativ minderwertig ist und bereits nach wenigen Tagen den Geist aufgibt.

Beispielsweise fällt die Lebensdauer eines Verdampfers/ Verdampferkopfs beim Konsum von nikotin-, menthol- sowie säurehaltigem Liquid um einiges kürzer aus, als bei klarem- und nikotinfreien Liquid.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist, dass der Verdampfer über ausreichend Liquid verfügen sollte. Wird der Verdampfungsvorgang ohne ausreichend Liquid angestoßen, kann es zu einem kokeligen bis verbrannten Geschmack kommen.

Dieser kokelige Geschmack ist dabei nicht nur gesundheitlich bedenklich, sondern kann den Verdampferkopf auch irreparabel beschädigen.

Das gleiche kann passieren, wenn zu stark an der e-Zigarette gezogen wird oder das Liquid zu dickflüssig ist. Daher ist es einerseits wichtig, die richtige Zugtechnik anzuwenden und andererseits bei Nachflussproblemen, zu dünnflüssigerem Liquid zurück zu greifen.

Empfehlung: e-Zigarette Zubehör

E-Zigarette Zubehör

Beim klicken auf das oben stehende Bild, werden Sie auf amazon.de weitergeleitet.

Probleme während des Betriebs

Während des Dampfens kann es zu drei Problemen kommen:

  • Siffen
  • Kokeln
  • Blubbern

Siffen steht für das Auslaufen des Verdampfers. Damit gemeint ist, dass Liquid aus dem Verdampfer in geringen Mengen austritt.

Ursachen hierfür können sein, dass zu stark an der e-Zigarette gezogen wird oder das verwendete Liquid zu dünnflüssig ist.

Blubbern beschreibt ein unangenehmes blubberndes Geräusch während des Ziehens an der e-Zigarette.

Ursache hierfür könnte sein, dass sich zu viel Luft im Tank angesammelt hat. Je nach Modell kann es helfen, sachte in das Mundstück zu pusten oder den Befüllungseingang, in das das Liquid eingespritzt wird, kurz offen zu legen.

Kokeln steht für das anbrennen des sich in der Heizwendel befindlichen Trägermaterials.

Zum kokeln kommt es immer dann, wenn nicht genug Liquid entlang des Trägermaterials in die Heizwendel nachfließt.

Bestandteile (Zusammensetzung)

Je nach Modell besteht ein Verdampfer nur aus einem festen Teil oder setzt sich aus mehreren Einzelteilen zusammen.

Ältere Verdampfer, wie z.B. der CE4-Clearomizer bestehen aus nur einem festen Körper, bei dem sich die einzelnen Bestandteile nicht abmontieren lassen.

Im Gegensatz hierzu lassen sich bei neueren Verdampfern, die einzelnen Bestandteile abmontieren.

Exemplarisch zur weiteren Erläuterung soll der Aspire Nautilus Verdampfer herangezogen werden. Dieser besteht aus folgenden, einzeln abmontierbaren Teilen:

  • Drip Tip aus Edelstahl
  • Tankdeckel
  • Glastank aus Borosilikatglas
  • BVC Verdampferkopf
  • Base mit Airflow Control

Auf der Oberseite des Verdampfers wird das Mundstück (Drip Tip) befestigt. An diesem wird gezogen, um den Dampf zu inhalieren. Die neuesten Drip Tips und Verdampfer verfügen allesamt über einen 510er-Anschluss und sind somit untereinander kompatibel.

Der Tankdeckel dient als Verbindungsstück zwischen dem Drip Tip und dem Tank.

Die neuesten Depottanks (Kurzform: Tank) bestehen aus Borosilikatglas und sind besonders Residenz gegenüber nikotin-, menthol-, sowie säurehaltigem Liquid.

Mittig im Tank befindet sich der Verdampferkopf. Auf den Verdampferkopf wird im übernächsten Abschnitt noch separat näher eingegangen.

Die Base ist das Verbindungsstück zwischen dem Tank und dem Akku. Auf der Base wird der Verdampferkopf montiert. Außerdem verfügt die Base über einen Stellring mit dem die Luftzugskontrolle (Airflow Control) an die eigenen Bedürfnisse eingestellt werden kann.

Mittels der Luftzugskontrolle kann der Zugwiderstand an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Hierzu verfügen die meisten Verdampfer über einen Stellring, welcher rechts-, sowie linksseitig gedreht werden kann und dadurch jeweils unterschiedlich Größe Löcher zum Vorschein bringt.

Je nachdem, wie groß der Durchmesser des geöffneten Lochs ist, desto höher oder geringer fällt der Zugwiderstand aus.

E-Zigarette befüllen

Je nach Verdampfer ist dieser verschieden mit Liquid zu befüllen.

Beispielsweise wird der CE4-Clearomizer von oben mit Liquid befüllt. Hierzu muss einfach nur das Drip Tip entfernt werden.

Die Aspire Nautilus Mini wird von unten befüllt, indem die Base vom Depottank abgeschraubt und in den Tank Liquid gegeben wird.

Im Gegensatz hierzu muss beim Aspire Triton nichts mehr abgeschraubt werden und das Liquid wird einfach von oben in den Tank gegeben.

Verdampfertypen

Verdampfer ist nicht gleich Verdampfer – ebenso wie sich die Verdampferköpfe untereinander unterscheiden, sind auch die Verdampfer verschieden zueinander.

Im Laufe der kurzen Zeit der e-Zigarette hat sich der Verdampfer, bezüglich dem Aufbau und der Funktionalität einem starken technologischen Fortschritt unterzogen.

Aus diesem Grund soll nun in aller Kürze, die Geschichte oder besser gesagt der technische Fortschritt der e-Zigarette am Beispiel der eGo-Modellreihe von Joyetech dokumentiert werden.

Kurze Anmerkung: Die Abgrenzung zu den einzelnen Verdampfertypen ist nicht immer Präzise und es bestehen zum Teil Überschneidungen innerhalb einzelner Modellen.

Cartomizer

Zu Beginn waren Verdampfer noch sehr einfach aufgebaut.

Bei einem Cartomizer handelt es sich um eine undurchsichtige Kartusche, in der sich mittig eine Heizwendel befindet, die Drumherum wiederum von mit Liquid getränkter Watte umschlossen ist.

Die Watte speichert Liquid und gibt dieses allmählich an die Heizwendel ab.

Um den Cartomizer zu befüllen muss Liquid auf die Watte gegeben werden.

In der heutigen Zeit sind Cartomizer nur noch selten anzutreffen und wenn, dann vor allem bei elektrischen Einwegzigaretten.

Ein prominentes Beispiel für einen Cartomizer ist die eGo von Joyetech aus dem Jahre 2009.

Tankomizer

Nach den Cartomizern begann die Ära der Tankomizer.

Tankomizer verfügen, wie an dem Namen bereits erahnt werden kann, über separat abnehmbare Tanks. Diese Tanks sind Mundstück und Liquiddepot in einem und wurden lediglich in den eigentlichen Verdampfer eingesteckt.

Mittels eines Dochts wurde das Liquid anschließend vom Tank in den Verdampferkopf transportiert.

Die Befüllung der Tanks gestaltete sich als sehr angenehm, indem lediglich in das unten befindliche Loch Liquid gefüllt wurde.

Ebenso wie Cartomizer sind Tankomizer heutzutage kaum mehr anzutreffen.

Ein prominentes Beispiel für einen Tankomizer ist die eGo-T von Joyetech aus dem Jahre 2010.

Verdampfer mit auswechselbaren Verdampferköpfen

Noch bis ins Jahr 2011 wurden ausschließlich Verdampfer mit fest montierten Verdampferköpfen angeboten.

Aufgrund dessen fielen die Folgekosten sehr hoch aus, da jedes Mal ein komplett neuer Verdampfer angeschafft werden musste, wenn der alte Verdampfer nicht mehr in ausreichender Qualität Dampf und Geschmack produzierte.

Der Vorteil von Verdampfern mit auswechselbaren Verdampferköpfen besteht darin, dass nicht mehr der komplette Verdampfer, sondern nur noch die Köpfe ausgewechselt werden müssen. Das führt zu niedrigeren Folgekosten.

Verdampfer mit auswechselbaren Köpfen sind heute State of the Art und in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich.

Ein prominentes Beispiel für einen Verdampfer mit auswechselbaren Köpfen ist die eGo-C von Joyetech aus dem Jahre 2010. Das C steht hierbei für das englische Wort changeable (zu Deutsch: auswechselbar).

Clearomizer

Ende 2012, Anfang 2013 kam der endgültige Durchbruch der sogenannten Clearomizer – der noch bis dato anhält.

Verdampfer die den Namen Clearomizer tragen, verfügen über einen oder mehrere Sichtfenster. Mittels dessen es möglich ist, einen Blick in das Innere eines Verdampfers zu werfen und dadurch den aktuellen Liquidstand abzulesen.

Ein prominentes Beispiel für einen Verdampfer mit auswechselbaren Köpfen ist die eGo-CC von Joyetech aus dem Jahre 2013.

Tröpfelverdampfer

Eine Sonderform der Verdampfern sind die sogenannten Tröpfelverdampfer (auch: Dripper).

Tröpfelverdampfer verfügen über keinen eigenen Depottank und das Liquid wird direkt von oben in den Verdampfer tropfenweise getröpfelt.

Aufgrund der Eigenschaft des Tröpfelverdampfers, den Geschmack des vorherigen Liquid nicht beizubehalten, sind diese Verdampfer sehr praktisch wenn man mehrere verschiedene Liquids nacheinander testen möchte.

Verdampferköpfe

Wie bereits erörtert, handelt es sich beim Verdampferkopf um die wichtigste Einheit des Verdampfers.

Im Verdampferkopf befindet sich die Wicklung, die das Liquid zum verdampfen bringt.

Im Gegensatz zur heutigen Zeit, verfügten frühere Verdampfer noch nicht über auswechselbare Verdampferköpfe.

Die unzählig auf dem Markt erhältlichen Verdampferköpfe, mit den verschiedenen Bezeichnungen unterscheiden sich hinsichtlich ihres Aufbaus und ihrer Funktionalität zueinander.

Um etwas Licht ins Dunkel zu bringen, werden nun die wichtigsten Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit Verdampferköpfen erläutert.

Single Coil vs. Dual Coil vs. Triple Coil

Ein Single Coil Verdampferkopf verfügt nur über eine Heizwendel. Im Gegensatz hierzu ist der Dual Coil mit zwei und der Triple Coil mit drei Heizwendeln ausgestattet.

Die zwei bzw. drei Heizwendel kommen dabei parallel zur gleichen Zeit zum Einsatz. Aufgrund dessen erzeugen Dual-, sowie Triple Coil Verdampferköpfe auch ein höheres Dampfvolumen, als Single Coil Köpfe.

Eine höhere Dampfentwicklung bedingt aber auch einen erhöhten Akku-, wie auch Liquidverbrauch.

Bottom Coil (BCC) vs. Head Coil

Je nachdem, wo sich der Verdampferkopf im Verdampfer befindet, spricht man entweder von einem Bottom Coil oder einem Head Coil.

Der Begriff Bottom Coil steht dafür, dass sich der Kopf in Nähe des Bodens (auch: Base) befindet.

Bottom Coils sind heutzutage weiter verbreitet als Head Coils und unter anderem beim Nautilus, beim Atlantis sowie dem Triton von Aspire und bei der Evod 2 von KangerTech anzutreffen.

Im Gegensatz hierzu ist der Verdampferkopf beim Head Coil oberhalb des Verdampfers montiert, also in Nähe des Mundstücks. Ein prominenter Verdampfer bei dem dies der Fall ist, ist der CE4-Clearomizer.

Bottom Dual Coil vs. Bottom Vertical Coil

Bottom Dual Coil (Abkürzung: BDC) steht dafür, dass der Verdampferkopf am Boden des Verdampfers angebracht ist und über zwei separate Heizwendel verfügt.

Der Verdampfer der Evod 2 von KangerTech ist ein sogenannter Bottom Dual Coil.

Bottom Vertical Coil (Abkürzung: BVC) steht einerseits dafür, dass der Verdampferkopf am Boden des Verdampfers angebracht ist. Andererseits ist auch nur eine Heizwendel senkrecht verbaut. Somit steht das V in BVS für vertikale Wicklung.

Der Großteil der derzeit herausgebrachten Verdampfer verfügen über Bottom Vertical Coils, wie z.B. der Aspire, der Atlantis und Triton von Aspire.

RBA Coil

Ein RBA Coil steht für einen Verdampferkopf den man selbst wickeln kann.

Die Selbstwicklung ist primär für erfahrenere Dampfer und nicht für Dampfeinsteiger ausgelegt. Ein RBA Kopf besteht aus mehreren Einzelteilen, welche sich allesamt einzeln abmontieren lassen.

Bei einem RBA Coil kann nicht nur das Trägermaterial an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden, sondern auch die Heizwendel.

Es ist möglich das Trägermaterial auszuwechseln, wie auch das zu verwendete Material für die Heizwendel. Dadurch kann unter anderem der Widerstand, ausgedrückt in Ohm, des Verdampferkopfs an die eigenen Vorlieben angepasst werden.

Empfehlung: e-Zigarette Zubehör

E-Zigarette Zubehör

Beim klicken auf das oben stehende Bild, werden Sie auf amazon.de weitergeleitet.

Anschlussgewinde

Damit ein Verdampfer auf eine Batterieeinheit befestigt werden kann, müssen beide über das gleiche Gewindemaß verfügen.

Glücklicherweise konnten sich zwei Gewindemaße durchsetzten, die auf die Namen eGo- und 510er-Gewinde hören.

Ein eGo-Gewinde besitzen unter anderem die Evod 2 von KangerTech, die eGo-C von Joyetech und die Viper von Riccardo. Das 510er-Gewinde ist bei der eGo One von Joyetech und dem Nautilus von Aspire anzutreffen.

Weitere Informationen zum Anschluss zwischen Verdampfer und Batterieeinheit finden Sie in dem Artikel e-Zigarette Akku.

Noch mehr Informationen!

Ältere Clearomizer verfügten noch über nicht auswechselbare Verdampferköpfe und daher musste der Verdampfer komplett ausgewechselt werden.

Aus diesem Grund bestanden die Tanks zu Beginn auch noch aus preiswerteren, aber dafür auch sehr anfälligem Kunststoff.

Im Laufe der Zeit kamen Clearomizer mit auswechselbaren Verdampferköpfen auf den Markt.

Bedingt an die höheren Anforderungen an den Tank, besteht der Tank bei den neueren Verdampfern nicht mehr aus Kunststoff, sondern aus hochwertigem Borosilikatglas.

Erhältlich bei amazon.de

Empfehlung: 18650 Akkuzelle

Sony 18650 Akku



Empfehlung: 18650 Ladegerät

Sony 18650 Akku

Anzeige