Liquid selber mischen

Liquid selber mischen ist kein Hexenwerk und viel einfacher als es der ein oder andere vielleicht vermuten würde.

Im Grunde genommen benötigt man nur ein Basisliquid, in das das gewünschte Aroma gegeben wird.

Dieses Basisliquid kann entweder selbst aus Propylenglycol (PG) und pflanzliches Glyzerin (VG) zusammengemischt oder bereits fertig gemischt erworben werden.

Liquid selber mischen: Vor- und Nachteile

Bereits fertiges Liquid zu erwerben ist zwar bequemer und nicht so zeitintensiv, wie Liquid selber zu mischen. Jedoch überwiegen die Vorteile des selber Mischens in vielen Fällen den Nachteilen:

  • Kosten: Liquid selber zu mischen ist um ein vielfaches günstiger
  • Inhaltsstoffe: Das Wissen über die genauen Inhaltsstoffe im Liquid
  • Geschmack: Die gewünschte Geschmacksintensität kann punktgenau auf die eigenen Bedürfnisse angepasst werden
  • Dampfentwicklung: Die Dampfentwicklung, also die Menge kann individuell bestimmt werden

Utensilien für Selbstmischer

Bevor Sie mit dem Mischen anfangen können, müssen Sie sich zuerst mit den nötigen Utensilien eindecken.

  • Basen
  • Aromen
  • Messbecher
  • Fläschchen
  • Spritzen mit stumpfen Kanülen

Base von Riccardo Zigarette

Aroma für Liquid von Riccardo

Messbecher zum selber mischen von Liquid

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Messbecher, Fläschchen und Spritzen

Messbecher, Fläschchen und Spritzen mit stumpfen Kanülen gibt es in den unterschiedlichsten Größen. Je nachdem, wie viel Sie auf einmal mischen möchten, sollten Sie unterschiedlich große Messbecher, Fläschchen und Spritzen vorhalten.

In die Messbecher kommen das Basisliquid und die gewünschten Aromen rein.

Dadurch, dass der Gesamtanteil von Aromen im Liquid sehr gering ist, werden Spritzen zur genauen Abmessung genutzt.

Das fertig gemischte Liquid wird in Fläschchen abgefüllt und kühl, trocken sowie dunkel bis zur Entnahme gelagert.

Aromen und Basen

Aromen und Basen kann man von zig verschiedenen Herstellern beziehen.

Wenn Sie beispielsweise ein Liquid mit Erdbeergeschmack mischen möchten, müssen Sie sich ein Erdbeeraroma holen.

Wenn Sie ein Liquid mit mehr als einer Geschmacksrichtung mischen möchten, wie z.B. Himbeere ICE-Bonbon. Dann müssen Sie sowohl das Aroma Himbeere, wie auch das Aroma ICE-Bonbon erwerben.

Basisliquid besteht aus Propylenglycol (PG) und pflanzliches Glyzerin (VG) und kann aus diesen zwei Inhaltstoffen entweder selbst oder bereits fertig gemischt erworben werden. Hierbei bestimmt man auch die Nikotinstärke, wie auch die genaue prozentuale Höhe der einzelnen im Liquid enthaltenen Bestandteile. Doch hierzu später mehr.

Grundlagen: Liquid

Propylenglycol (PG) und pflanzliches Glyzerin (VG) sind die Grundbestandteile eines jeden Liquids.

Ab und an wird dem Liquid noch eine geringe Menge destilliertes Wasser beigemischt. Wasser sorgt dafür, dass das Liquid dünnflüssiger wird und es zu keinen Nachflussproblemen kommt.

Der Anteil von Propylenglycol und pflanzliches Glyzerin ist nicht fest vorgegeben und kann an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden.

Der Unterschied zwischen Propylenglycol und pflanzliches Glyzerin ist der, dass PG viel dünnflüssiger ist und als Trägerstoff für die Intensität des Geschmacks zuständig ist. Glyzerin hingegen ist nicht nur um einiges zähflüssiger, sondern auch für das Dampfvolumen verantwortlich.

Daher wird die Eigenschaft des Liquids durch den genauem im Liquid enthaltenen Anteil an Propylenglycol und pflanzliches Glyzerin bestimmt.

Enthält das Liquid mehr Propylenglycol, kommt es zu weniger Nachflussproblemen und der Geschmack ist intensiver. Umgekehrt gilt, wenn das Liquid mehr Glyzerin enthält, fällt die erzeugte Dampfmenge in der Regel höher aus.

Dem Basisliquid werden die Aromen beigemischt. Erst die Aromen verleihen dem Liquid seinen Geschmack.

Je nachdem, was für ein Geschmack das fertige Liquid haben soll, muss diesem ein oder mehrere Aromen zugegeben werden. Der Anteil an Aroma im fertigen Liquid sollte in etwa 5 bis 8 % betragen.

Hinweis: Reines Nikotin kann nicht einfach so erworben werden. Um reines Nikotin zu erwerben, muss ein Sachkundenachweis nach § 5 Abs. 2 Chemikalien-Verbotsverordnung („Giftprüfung“) vorgelegt werden. Daher befindet sich bereits in der Base, im Propylenglycol oder im pflanzlichen Glyzerin ein gewisser Anteil an Nikotin (mg/ ml).

Schritt-für-Schritt Anleitung

Nachdem Sie nun wissen, was zum selber mischen erforderlich ist und die Grundlagen kennengelernt haben, sollten Sie sich selbst ans Werk machen und Ihr eigenes Liquid mischen.

Schritt 1: Die Base (Basisliquid)

Ausgangspunkt beim selber mischen von Liquid ist die Base (auch: Basisliquid). Das Basisliquid ist geruchs- sowie geschmacksneutral.

Wie bereits erörtert setzt sich das Basisliquid wie folgt zusammen:

  • PG – Propylenglycol (1,2-Propandiol)
  • VG – pflanzliches Glycerin (1,2,3-Propantriol)
  • H2O – Wasser (Aqua PH 5)

Zwei Möglichkeiten stehen offen, um an Basisliquid zu kommen:

  • Alternative 1: Basisliquid bereits fertig gemischt erwerben
  • Alternative 2: Basisliquid selber mischen

Tipp Anfänger:

Mischanfänger sollten zu bereits fertig gemischtem Basisliquid greifen und diesem in einem nächsten Schritt die bevorzugten Aromen beimischen.

Hierdurch lernen Sie als Anfänger zuerst einmal die Grundlagen richtig kennen und vermeiden etwaige Frustrationsmomente zu Beginn.

Alternative 1: Basisliquid bereits fertig gemischt erwerben

Wenn Sie keine Lust, keine Zeit oder einfach kein Interesse haben Basisliquid selber herzustellen, können Sie dieses bereits fertig gemischt erwerben.

Bereits fertig gemischtes Basisliquid ist im Einkauf nicht teurer, als wenn Sie Propylenglycol und Glyzerin einzeln erwerben und es dann selbst zu Basisliquid zusammenmischen.

Beispiele für im Handel erhältliche Basismischungen:

  • 55 % PG/ 35 % VG/ 10 % H2O (Ricardo Basisliquid Advanced)
  • 55 % PG/ 35 % VG/ 10 % H2O (Herlan E-Basis Avantgarde)
  • 50 % PG/ 50 % VG (Ricardo Basisliquid Balance)

Alternative 2: Basisliquid selber mischen

Wenn Sie ihr Basisliquid selbst zusammenmischen möchten, stehen Ihnen auch wiederum zwei Wege offen:

  • Möglichkeit 1: Propylenglycol, pflanzliches Glycerin und H2O einzeln zusammenmischen
  • Möglichkeit 2: Bereits fertige Basisliquide untereinander vermischen
Möglichkeit 1: Propylenglycol, pflanzliches Glycerin und H2O einzeln zusammenmischen

Für das nun folgende Beispiel soll eine übliche 100 ml Mischung mit 55 % PG, 35 % VG und 10 % H2O Anteil hergestellt werden. Außerdem soll das Basisliquid einen Nikotinanteil von 6 mg/ ml enthalten.

Zum mischen steht bereit (Beispiel):

  • PG (99,5) mit 6 mg/ ml Nikotinanteil – enthält 0,5 % H2O
  • VG (86,5) mit 6 mg/ ml Nikotinanteil – enthält 13,5 % H2O

Das mit dem Propylenglycol Anteil für das Basisliquid ist sehr einfach. Es wird ausschließlich PG mit einem Anteil von 99,5 % angeboten. Für 100 ml Basisliquid benötigt man daher 55 ml PG, um auf 55 % PG zu kommen. Der geringe Anteil von 0,5 % H2O im PG ist vernachläsigbar.

Im Gegensatz hierzu kann nicht einfach 35 % VG zum PG zugeführt werden, da ein Großteil des angebotenen VG selbst bereits einen gewissen H2O Anteil besitzt. Die Formel zur Berechnung lautet daher:

(Gewünschte Menge an Basisliquid in ml / VG-Anteil in der VG Base ) * gewünschter VG-Anteil = prozentualer Anteil von VG im Basisliquid

(100 / 86,5) * 35 = 40,46

Somit wird für eine 100 ml Mischung mit 55 % PG, 35 % VG, 10 % H2O Anteil und einem Nikotinanteil von 6 mg/ ml folgendes zusammengemischt:

  • 55,00 ml PG mit einem Nikotinanteil von 6 mg/ ml
  • 40,46 ml VG mit einem Nikotinanteil von 6 mg/ ml
  • 4,54 ml H2O

Dadurch, dass dem Basisliquid noch 4,54 ml H2O hinzugegeben wird, fällt der Nikotinanteil etwas geringer aus als 6 mg/ ml. Doch das ist auch wieder vernachlässigbar.

Möglichkeit 2: Bereits fertige Basisliquide untereinander vermischen

Für das nun folgende Beispiel soll wieder ein Basisliquid mit 55 % PG, 35 % VG, sowie 10 % H2O und einem Nikotinanteil von 6 mg/ ml gemischt werden.

Zum mischen steht bereit (Beispiel):

  • 55% PG; 35% VG; 10% H2O mit 12 mg Nikotin
  • 55% PG; 35% VG; 10% H2O Nikotinfrei

Das eine Basisliquid muss Nikotinfrei sein, während bei dem anderen der Nikotinanteil jeweils unterschiedlich sein kann.

Die Formel zur Berechnung lautet:

Basisliquid mit dem höherem Nikotinanteil / Zielnikotinanteil des neuen Basisliquid = Anteil des Basisliquid mit Nikotinanteil im neuen Basisliquid

12 mg / 6 mg = 2/1 = 50% des neuen Basisliquids müssen aus dem, vom Nikotinanteil her, höherwertigen Basisliquid bestehen.

Zwei weitere Beispiele sollen diesen Rechenvorgang nochmals verdeutlichen:

  • 18 mg Nikotinanteil / 6 mg (Ziel-) Nikotinanteil = 3/1 = 33 % Anteil des Basisliquid mit Nikotinanteil im neuen Basisliquid
  • 24 mg Nikotinanteil / 6 mg (Ziel-) Nikotinanteil = 4/1 = 25 % Anteil des Basisliquid mit Nikotinanteil im neuen Basisliquid

Schritt 2: Aromen dem Basisliquid hinzugeben

Nachdem ein fertiges Basisliquid bereit steht, müssen diesem nur noch Aromen beigemischt werden. Folgendes gilt es hierbei zu beachten:

  • Dem Basisliquid sollte nicht mehr als zehn Prozent Aroma beigemischt werden.
  • In den meisten Fällen reicht ein Anteil von zwei bis acht Prozent aus.
  • Geben Sie dem Basisliquid lieber zu Anfang etwas weniger Aroma bei. Je nach Bedarf können Sie dem Basisliquid später weiteres Aroma hinzugeben. Der umgekehrte Fall ist um einiges umständlicher, also ein fertiges Liquid mit Basisliquid wieder zu verdünnen.

Hinweis: Beachten Sie die von den Herstellern empfohlene Dosierempfehlung.

Je nach persönlicher Vorliebe sollte jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Aroma er seinem Basisliquid beimischt.

Nachdem Sie dem Basisliquid Aroma beigemischt haben, müssen Sie nur noch alles gut durchrühren oder schütteln.

Möchten Sie ein Liquid mischen das aus zwei oder mehr Aromen besteht, zum Beispiel Pfirsich-Maracuja, stehen Ihnen zwei Möglichkeiten offen:

  • Möglichkeit 1: In einem ersten Schritt mischen Sie sich separat ein Pfirsich- und ein Maracuja Liquid zusammen. Darauffolgend, im zweiten Schritt mischen Sie die beiden fertigen Liquids, also das Pfirsich Liquid mit dem Maracuja Liquid zusammen und erhalten hierdurch die neue Geschmacksrichtung Pfirsich-Maracuja.
  • Möglichkeit 2: Sie mischen ihrem Basisliquid in gleichen oder unterschiedlichen Teilen Pfirsich-, sowie Maracuja Aroma bei.

Mentholaroma selbst herstellen

Zwar können Sie Menthol bereits als Aroma erwerben, doch schmeckt dieses nicht ganz so gut wenn man es selber herstellt.

Erhältlich ist Menthol in der Apotheke in Form von Kristallen.

Um die Kristalle von einem festen zu einem flüssigen Aggregatszustand zu ändern, müssen diese in Ethanol (unvergällt) gegeben werden. Das Mischverhältnis hierbei beträgt 1:1.

Vorgehensweise

Fünf Gramm Mentholkristalle mit fünf Milliliter Ethanol vermischen. Nachdem die Kristalle dem Ethanol zugeführt wurden sind, muss alles einfach gut durchgeschüttelt oder gerührt werden und fertig ist auch schon das Mentholaroma.

Menthol hat einen sehr penetranten Geschmack und daher sollten Sie davon nicht zu viel in das Basisliquid geben. Lieber mit weniger beginnen und bei Bedarf mit dem Anteil einfach hochgehen.

Wichtig: Menthol ist sehr ätzend und kann unter anderen Augen, Schleimhäute, Haut, sowie Kunststoffe beschädigen. Daher sollten Sie im Umgang mit Menthol Vorsicht walten lassen.

Reifezeit

Ob Mythos oder nicht, darüber streiten sich die Gemüter.

Doch Fakt ist, dass einige Aromen eine gewisse Reifezeit benötigen, damit sich der Geschmack entfalten und voll zur Geltung kommen kann. Hierzu gehören insbesondere Aromen die nach Tabak schmecken sollen.

Ob ein fertig gemischtes Liquid noch mehrere Tage stehen muss oder nicht, finden Sie nur selbst durch experimentieren heraus.

Praktische Tipps

Mittels einer Pipette, einer Spritze oder eines Messbecher können Sie die genauen Mengen abmessen, die Sie benötigen.

Die Basen und Aromen können Sie in ein geeignetes Gefäß oder ein Fläschchen kippen und dort zusammenmischen. Optional können Sie auch alle Bestandteile in ein Fläschchen geben und einfach gründlich durchschütteln.

Beschriften Sie all Ihre Liquidkreationen, um auch später nachvollziehen zu können, wie sich ein selbstgemischtes Liquid genau zusammensetzt. Dadurch können Sie eine Liquidkreation wieder genau so mischen wie zuvor. Auch hilft es dabei, die richtigen Rückschlüsse zu ziehen, wenn ein selbstgemischtes Liquid mal nicht so geschmeckt hat, wie erhofft.

Kosten: Fertigliquid vs. selbstgemischtes Liquid

Wenn Sie noch nicht sicher sind, ob für Sie das selber mischen von Liquid in Frage kommt, sollten Sie vor allem den finanziellen Aspekt berücksichtigen.

Die meisten fangen mit dem selber mischen von Liquid an, weil die Kostenersparnis hierbei enorm ist.

Natürlich fällt der Preis für Basen, Aromen und fertig gemischtes Liquid unterschiedlich aus.

Als Beispiel soll uns ein 10 ml Liquid in Apfelgeschmack, mit einem Nikotinanteil von 5 mg/ml dienen.

  • Der Preis für fertig gemischtes Liquid beträgt in den meisten Fällen 3,95 Euro.
  • Der Preis für selbst gemischtes Liquid beträgt ca. 60 Cent, siehe nachfolgende Rechnung.

Der Preis von 60 Cent beim selber mischen, setzt sich aus den folgenden Kosten zusammen:

  • Aroma: 3,95 Euro für 10 ml (reicht für bis zu 200 ml fertiges Liquid aus).
  • Basisliquid: 8,00 Euro für 250 ml Base (55/ 35/ 10), mit einem Nikotinanteil von 5 mg/ml.

Wie Sie sehen beträgt die Kostenersparnis bei diesem Beispiel bereits ca. das Sechsfache.

Wenn Sie größere Mengen an Aromen und Basisliquid erwerben, fällt die Kostenersparnis sogar noch höher aus.

Sicherheitshinweise

Haftung: Das selber mischen von Liquid erfolgt auf eigene Gefahr. Wir übernehmen keine Haftung für etwaige Fehler, Benutzung von unsachgemäßen Inhaltsstoffen, Unfällen und gesundheitlichen-, wie auch sachlichen Schäden.

Hinweis: Nikotin wird sehr gut durch die Haut aufgenommen. Daher bei Augen- oder Hautkontakt sofort mit fließendem Wasser gründlich ausspülen und ggf. einen Arzt aufsuchen.

Wichtig: Aromen sollten Sie unter keinen Umständen pur dampfen!

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